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Geschichte der Feuerwehr Allendorf
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Geschichte der Feuerwehr Allendorf
Die vergangenen 25 Jahre
Kommandanten & Wehrführer
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Die ersten 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Allendorf
aufgestellt von Ernst Hudel (1921-1999) 

Im Jahre 1882, nachdem schon in der Stadt Haiger und in den Nachbargemeinden Langenaubach, Holzhausen und Niederdresselndorf, Feuerwehren bestanden, wurde auch in Allendorf eine Feuerwehr gegründet.
Wie ich aus einigen losen Protokollblättern entnehmen kann, fanden sich damals viele Allendorfer Bürger bereit, den freiwilligen Dienst für den Nächsten und zur Bekämpfung des roten Hahnes zu leiste.


Ich will nun hier versuchen, auf wenigen Seiten über die vergangenen 100 Jahre Feuerwehrgeschehen der Freiwilligen Feuerwehr Allendorf zu berichten. Dazu bediene ich mich, wie könnte es auch wohl anders sein, des Protokollbuches, das vom Jahre 1886 bis zum heutigen Tage fast lückenlos geführt wurde.Im ersten Protokoll, aufgestellt vom Schriftführer Carl Hahn steht zu lesen:

Heute wurde der Vorstand gewählt und setzt sich wie folgt zusammen:

Richard Hudel, Kommandant 
Heinrich Weber, Stellvertreter
Carl Hahn, Schriftführer
Hermann Hudel, Kassierer
Wilhelm Eidam, Inventarverwalter

Schon aus der Niederschrift zur Generalversammlung des Jahres 1888 ist zu erlesen, daß man im Besitze einer Saug- und Handdruckspritze war.

Zum 1. Spritzenführer wurde Gustav Schol und zu seinem Stellvertreter wurde Robert Schol gewählt.

Bis zum Jahre 1906, also 24 Jahre stand Richard Hudel (der Vater von Daumes Tante Malche) an der Spitze der Feuerwehr Allendorf. Seine Stellvertreter wurden mehrmals gewechselt. Im Jahre 1906, als Richard Hudel noch recht jung, an einem Herzanfall starb, wurde Emil Weber (Deller Emil) zum Kommandanten gewählt.

Aus dem Jahre 1908 entnehme ich folgendes:

Heute wurden die Feuerwehrleute Gustav Heppner (Lebse Schuster) und Fritz Moritz (Heitz Babe) zu Hornisten gewählt.
Wie viele von uns wissen, daß diese beiden Männer diesen Dienst noch bis in den 2. Weltkrieg geleistet haben.
Im Jahre 1909 wurde dann Jakob Ferd. Hudel Kommandant. Als er im Jahre 1912 verstarb, wurde in einer außerordentlichen Generalversammlung mein Vater, Reinhold Hudel zum Kommandanten gewählt und Ferdinand Richard Hudel wurde an seiner statt Spritzenführer.
Dann kam der 1. Weltkrieg. Fast alle jungen Feuerwehrleute mußten in den Krieg, viele kehrten nicht mehr in die geliebte Heimat zurück. Daß in dieser Zeit der Feuerwehrdienst fast restlos ruhte und auch keine Generalversammlungen abgehalten wurden, ist uns verständlich.

Aber schon 1919 können wir wieder von einem ordentlichen Dienstbetrieb und einer Versammlung der Wehr lesen. In dieser Versammlung wurde dann folgende Führungsmannschaft gewählt:

Ferdinand Hudel, Kommandant
Emil Franz, Stellvertreter
Karl Schol, Spritzenführer
Emil Müller, Führer der Steigermannschaft
Wilhelm Heppner, Hydrantenführer
August Born, Führer der Ordnungsmannschaft
Karl Friedrich Heppner, Schriftführer und Kassierer
Arnold Schol, Inventarverwalter

Schon 1920 wurde Robert Weber (Ernstine Feldwebel) Kommandant. Ferd. Hudel hatte in Oberscheld Arbeit bekommen und mußte deshalb das Amt abgeben. Aber auch Robert Weber gab schon nach 2 Jahren sein Amt als Kommandant wieder ab und an seine Stelle wurde Emil Franz (der Vater von Eides Hilda) gewählt. Auch er blieb nur 1 Jahr an der Spitze der Wehr und so wurde im Jahr 1923 wieder Reinhold Hudel zum Kommandaten gewählt. Als dann auch Reinhold Hudel im Jahre 1926 aus dienstlichen Gründen die Wehr abgeben mußte, wurde Hermann Schmitt zum neuen Kommandanten gewählt und Reinhold Hudel wurde in derselben Versammlung zum Ehrenkommandanten ernannt.
Hermann Schmitt, mit Leib und Seele Feuerwehrmann, ordnete in langen Jahren bis 1948 mit großem Geschick und Führungstüchtigkeit die Wehr Allendorf. Aus dieser Zeit möchte ich einige wichtige Ereignisse nennen:

1927 Einweihung des neuen Gerätehauses am Bullenstall
         
(jetzt Aufenthaltsraum der Wehr)
1932 50-jähriges Feuerwehrfest
1934 Brand der langen Reihe in Holzhausen
1938 Großbrand in Kretzers Ecke

In dieser Zeit hatte die Wehr zeitweise bis zu 75 aktive Mitglieder und war eine der stärksten im hiesigen Raum.

Im Jahre 1938-39 wurde dann in der Mitte des Dorfes eine Zisterne- nur für Feuerlöschwasser - gebaut und die Wehr bekam auch ihre 1. Motorspritze - eine TS8 mit Hänger.

Dann kam 1939 der 2. Weltkrieg, wieder mußten alle jungen Männer in den Krieg. Die Feuerwehruniformen wurden an die Daheimgebliebenen verteilt, die dann ab und zu als Pflichtfeuerwehr Dienst taten. Aber gerade aus dieser Zeit und von dem Bombenkrieg auf Haiger hat mir oft Hermann Reuter erzählt, daß Hermann Schmitt und einige Feuerwehrleute aus Allendorf immer wieder bei Lösch- und Bergungsarbeiten geholfen hätten.

Als dann Brandmeister Hermann Schmitt am 15. April 1948 zu der 1. Versammlung nach dem Krieg einlud, zeigte schon die Zahl der Teilnehmer, mit welchem Interesse man noch dem Dienst in Uniformen und so auch dem Dienst in der Feuerwehr gegenüberstand. Dann kam noch hinzu, daß es einige Männer in der Feuerwehr gab, die die vergangene Zeit nicht bewältigen konnten und wollten und auch den Feuerwehrführer aus dieser Zeit nicht verstanden. Hermann Schmitt dankte ab und für ihn wurde Karl Lug Kommandant und sein Stellvertreter wurde Konrad Hahn.

Daß Karl Lug es mit seinen Männern nicht leicht hatte, wissen alle, die diese Zeit miterlebt haben. Auch waren die Ausrüstungen der Wehr nicht so, daß man von einer Gewährung des Brandschutzes in Allendorf sprechen konnte. Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Bürgermeister waren dann auch der Grund, daß Karl Lug im Frühjahr 1958 zurücktrat. In einer Versammlung, die damals mit einigen Führern der Feuerwehr Haiger und dem Bürgermeister Lang in der Schule hier in Allendorf stattfand, wurde ich, Ernst Hudel, zum Ortsbrandmeister von Allendorf gewählt und nach dem Besuch der Feuerwehrschule in Kassel auch bestätigt. Mein Stellvertreter wurde Konrad Hahn, der es dann auch bis 1978 blieb. Dann wurde Horst Schwarz zum Stellvertreter gewählt.

Aus den letzten 25 Jahren will ich auch wieder einige Ereignisse und Daten aufzählen:

1958 Brand bei Wilhelm Engelbert (Backhausberg)
1959 Scheunenbrand Brado
1959 Großflächenbrand am Erbsenrain
1962 Kaminbrand Haus Heppner
1963 Anschaffung eines TSF durch die Gemeinde
1964 Wieder Brand bei Karl Kretzer Scheunendach abgebrannt
1966 Kaminbrand bei Walter Georg Muthweis
1967 Scheunenbrand Heupel u. Haus Schnurr (Haus Schnurr konnte gerettet werden)
1970 4 Scheunen brannten am Kirchberg (Nachbarhäuser ohne Schaden) 
22.1. 1972 Einweihung des neuen Gerätehauses und Übergabe des neuen LF8 August
1972 Feier zum 90. jährigen Bestehen
 
1979 Einsatz beim Großbrand der Firma Format Haiger
1980 Brand Wohnhaus Kleinhenn
1981 Brand bei der Firma Karl Fey
1981 Brand Scheune Fritz Wagner Kalteiche

Daß bei vielen dieser genannten Brände die Anlieger schadlos gehalten wurden ist ein Verdienst der Feuerwehr, genauso wie bei den vielen kleinen, registrierten, aber hier nicht aufgeführten Flächen- und Kleinbränden.Es bliebe deshalb am Schluß nur noch zu sagen, ohne eine Feuerwehr in Allendorf hätten viele Bürger großen Schaden erlitten.



 
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