
| Geschichte der Feuerwehr Allendorf |
Seite 1 von 3 Die ersten 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Allendorf aufgestellt von Ernst Hudel (1921-1999) Im Jahre 1882, nachdem schon in der Stadt Haiger und in den Nachbargemeinden Langenaubach, Holzhausen und Niederdresselndorf, Feuerwehren bestanden, wurde auch in Allendorf eine Feuerwehr gegründet.
Heute wurde der Vorstand gewählt und setzt sich wie folgt zusammen: Richard Hudel, Kommandant Schon aus der Niederschrift zur Generalversammlung des Jahres 1888 ist zu erlesen, daß man im Besitze einer Saug- und Handdruckspritze war. Zum 1. Spritzenführer wurde Gustav Schol und zu seinem Stellvertreter wurde Robert Schol gewählt. Bis zum Jahre 1906, also 24 Jahre stand Richard Hudel (der Vater von Daumes Tante Malche) an der Spitze der Feuerwehr Allendorf. Seine Stellvertreter wurden mehrmals gewechselt. Im Jahre 1906, als Richard Hudel noch recht jung, an einem Herzanfall starb, wurde Emil Weber (Deller Emil) zum Kommandanten gewählt. Aus dem Jahre 1908 entnehme ich folgendes: Heute wurden die Feuerwehrleute Gustav Heppner (Lebse Schuster) und Fritz Moritz (Heitz Babe) zu Hornisten gewählt. Ferdinand Hudel, Kommandant Schon 1920 wurde Robert Weber (Ernstine Feldwebel) Kommandant. Ferd. Hudel hatte in Oberscheld Arbeit bekommen und mußte deshalb das Amt abgeben. Aber auch Robert Weber gab schon nach 2 Jahren sein Amt als Kommandant wieder ab und an seine Stelle wurde Emil Franz (der Vater von Eides Hilda) gewählt. Auch er blieb nur 1 Jahr an der Spitze der Wehr und so wurde im Jahr 1923 wieder Reinhold Hudel zum Kommandaten gewählt. Als dann auch Reinhold Hudel im Jahre 1926 aus dienstlichen Gründen die Wehr abgeben mußte, wurde Hermann Schmitt zum neuen Kommandanten gewählt und Reinhold Hudel wurde in derselben Versammlung zum Ehrenkommandanten ernannt. 1927 Einweihung des neuen Gerätehauses am Bullenstall In dieser Zeit hatte die Wehr zeitweise bis zu 75 aktive Mitglieder und war eine der stärksten im hiesigen Raum. Im Jahre 1938-39 wurde dann in der Mitte des Dorfes eine Zisterne- nur für Feuerlöschwasser - gebaut und die Wehr bekam auch ihre 1. Motorspritze - eine TS8 mit Hänger. Dann kam 1939 der 2. Weltkrieg, wieder mußten alle jungen Männer in den Krieg. Die Feuerwehruniformen wurden an die Daheimgebliebenen verteilt, die dann ab und zu als Pflichtfeuerwehr Dienst taten. Aber gerade aus dieser Zeit und von dem Bombenkrieg auf Haiger hat mir oft Hermann Reuter erzählt, daß Hermann Schmitt und einige Feuerwehrleute aus Allendorf immer wieder bei Lösch- und Bergungsarbeiten geholfen hätten. Als dann Brandmeister Hermann Schmitt am 15. April 1948 zu der 1. Versammlung nach dem Krieg einlud, zeigte schon die Zahl der Teilnehmer, mit welchem Interesse man noch dem Dienst in Uniformen und so auch dem Dienst in der Feuerwehr gegenüberstand. Dann kam noch hinzu, daß es einige Männer in der Feuerwehr gab, die die vergangene Zeit nicht bewältigen konnten und wollten und auch den Feuerwehrführer aus dieser Zeit nicht verstanden. Hermann Schmitt dankte ab und für ihn wurde Karl Lug Kommandant und sein Stellvertreter wurde Konrad Hahn. Daß Karl Lug es mit seinen Männern nicht leicht hatte, wissen alle, die diese Zeit miterlebt haben. Auch waren die Ausrüstungen der Wehr nicht so, daß man von einer Gewährung des Brandschutzes in Allendorf sprechen konnte. Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Bürgermeister waren dann auch der Grund, daß Karl Lug im Frühjahr 1958 zurücktrat. In einer Versammlung, die damals mit einigen Führern der Feuerwehr Haiger und dem Bürgermeister Lang in der Schule hier in Allendorf stattfand, wurde ich, Ernst Hudel, zum Ortsbrandmeister von Allendorf gewählt und nach dem Besuch der Feuerwehrschule in Kassel auch bestätigt. Mein Stellvertreter wurde Konrad Hahn, der es dann auch bis 1978 blieb. Dann wurde Horst Schwarz zum Stellvertreter gewählt. Aus den letzten 25 Jahren will ich auch wieder einige Ereignisse und Daten aufzählen: 1958 Brand bei Wilhelm Engelbert (Backhausberg) Daß bei vielen dieser genannten Brände die Anlieger schadlos gehalten wurden ist ein Verdienst der Feuerwehr, genauso wie bei den vielen kleinen, registrierten, aber hier nicht aufgeführten Flächen- und Kleinbränden.Es bliebe deshalb am Schluß nur noch zu sagen, ohne eine Feuerwehr in Allendorf hätten viele Bürger großen Schaden erlitten. |
||||||


Geschichte